Hagens Geheimnis: Mit der Teetasse auf Hagens Spuren durch Worms - Nibelungentee

Hagens Geheimnis: Mit der Teetasse auf Hagens Spuren durch Worms

von Jörg

Zwischen Aufgusszeiten, Teesorten und Zubereitungstipps wird es Zeit für eine neue Reihe: Nibelungen(tee) trifft Worms. Ab jetzt nehmen wir euch mit in die Welt der Nibelungensage, in eine der ältesten Städte Deutschlands und mitten hinein in die Kulturgeschichte rund um Rhein, Dom und Drachenblut.

 

Wenn du an Worms denkst, fallen dir wahrscheinlich zuerst Dom, Nibelungenfestspiele und Siegfried ein. Aber ganz ehrlich: Ohne Hagen von Tronje wäre die Nibelungensage nur halb so dramatisch. Er ist der Mann für die düsteren Entscheidungen, für Intrigen, für Geheimnisse - und damit die perfekte Inspiration für eine Teemischung wie „Hagens Geheimnis“.

Das Hagendenkmal in Worms am RheinDas Hagendenkmal direkt am Rhein in Worms

In diesem Artikel nehme ich dich mit auf einen kleinen Spaziergang durch Worms. Wir folgen dem Namen „Hagen“ einmal quer durch die Nibelungenstadt - von der Hagenstraße über das Hagendenkmal bis zum Hagenbräu direkt am Rhein. Und natürlich spielt unser Tee dabei die Hauptrolle: als moderner Schatz, der garantiert nicht im Fluss versenkt wird.

Wer ist dieser Hagen eigentlich?

Bevor wir loslaufen, klären wir kurz die Hauptfigur. In der Nibelungensage ist Hagen von Tronje der treueste Gefolgsmann von König Gunther - und gleichzeitig der wohl umstrittenste Charakter. Er erkennt früh, dass Siegfried mit seinem Ruhm und seiner Unverwundbarkeit zur Gefahr für den Hof werden könnte. Am Ende ist es Hagen, der die Intrige schmiedet und Siegfried hinterrücks ermordet.

Berühmt ist vor allem eine Szene: Hagen raubt den Nibelungenschatz und versenkt ihn im Rhein – irgendwo bei Worms, so heißt es. Wo genau, weiß niemand. Der Schatz ist bis heute nicht wieder aufgetaucht.

Und genau hier kannst du für deinen Tee ansetzen: Statt Goldbarren und Edelsteine landet bei dir „Hagens Geheimnis“ in der Kanne. Der Schatz ist nicht weg – er dampft in der Tasse.

Ein Vergleich der Figur in Fantasy Serien:
In Westeros (GOT Game of Thrones) wäre Hagen von Tronje vermutlich eine Mischung aus Sandor Clegane und Tywin Lannister

 

Hagens Augenklappe - Mythos statt Überlieferung

Auffällig ist bei vielen modernen Darstellungen - auch in unserem Tee - die Augenklappe des Hagen von Tronje. Sie gehört heute fast selbstverständlich zu seinem Erscheinungsbild, ist aber ursprünglich gar kein Bestandteil der Nibelungensage.

Hagen von Throne Nahaufnahme mit Augenklappe (KI)

Im mittelalterlichen Nibelungenlied wird Hagen zwar als düsterer, entschlossener und oft auch furchteinflößender Charakter beschrieben, von einer Augenverletzung oder gar einer Klappe ist jedoch keine Rede. Die ikonische Darstellung entstand erst viel später, vor allem in Illustrationen, Theaterinszenierungen und Filmen, die seiner Figur ein noch markanteres und „kriegerisches“ Aussehen verleihen wollten.

Die Augenklappe ist damit ein gutes Beispiel dafür, wie sich Figuren der Sagenwelt im Laufe der Zeit verändern: Was viele heute für ein historisches Detail halten, ist in Wirklichkeit eine kreative Ergänzung der Neuzeit.

Startpunkt mit Symbolkraft: Das Hagen-Mural am Dom Hotel

Was bitte ist denn ein Mural? (Ich gebe zu, ich wusste es nicht).
Ein Mural (vom lateinischen Wort murus für "Wand") ist ein großflächiges Wandgemälde im öffentlichen Raum. Im Gegensatz zu klassischen Graffiti, bei denen oft stilisierte Schriftzüge oder Namen im Vordergrund stehen, handelt es sich bei Murals meist um echte, bildhafte Kunstwerke und Illustrationen.

Hagen Mural: Wandbild am Dom Hotel / Copyright: Stadtverwaltung Worms Hagen Wandbild am Dom Hotel

Also, wir starten am Dom Hotel, direkt vor dem beeindruckenden Hagen-Wandbild, das in den letzten Jahren zu einem echten Blickfang der Wormser Innenstadt geworden ist. Die moderne Installation erinnert an die sagenhafte Figur des Hagen von Tronje und verbindet auf spannende Weise Geschichte mit zeitgenössischer Gestaltung.

Hagenstraße: Wo aus „Hagen“ erst wieder Hagen wurde

Weiter geht es zur Hagenstraße. Sie führt vom Neumarkt in Richtung Rhein, ist gut 500 Meter lang und eine der wichtigen Verkehrsachsen der Stadt.

Was viele gar nicht wissen: Der Name hat eine erstaunlich lange Geschichte. Schon im 12. Jahrhundert taucht die Straße in einer Urkunde als „platea Hagenonis“ auf – benannt nach einem Adligen dieses Namens, der hier ein Anwesen hatte. Mit dem Sagen-Hagen hatte das ursprünglich gar nichts zu tun.

Über die Jahrhunderte ist der Name dann ein bisschen aus der Form geraten: Aus der Hagenstraße wurde in der Alltagssprache „Hanstraße“ oder „Hangasse“, in lateinischen Texten sogar „Via galli“ – also Hahnstraße. Im 19. Jahrhundert benannte man sie dann offiziell um: 1839 zu Ehren des Großherzogs in Ludwigsstraße.

Erst 1888 kommt der Name „Hagenstraße“ offiziell zurück - diesmal ganz bewusst mit Bezug auf Hagen von Tronje. Im Deutschen Kaiserreich erlebt die Nibelungensage einen echten Hype, und Worms nutzt die Story, um sein Profil als Nibelungenstadt zu schärfen. Die Rückbenennung ist sozusagen ein PR-Move im Namen der Sage.

„Tipp: Starte deinen Hagen-Spaziergang mit einem Thermobecher Hagens Geheimnis in der Hand und laufe vom Neumarkt die Hagenstraße hinunter zum Rhein.“

Hagendenkmal: Hagens großer Auftritt am Rhein

Folgen wir der Hagenstraße weiter Richtung Osten, landen wir an der Rheinpromenade - und dort steht einer der eindrucksvollsten Nibelungen-Orte der Stadt: das Hagendenkmal.

Hagendenkmal am Rhein (Shutterstock: 2371551933)

Die monumentale Bronzeplastik zeigt Hagen in dem Moment, in dem er den Nibelungenschatz in den Rhein schleudert (Nein, nicht genau hier). Geschaffen wurde sie 1905/1906 vom Wormser Bildhauer Johann Hirt, gestiftet vom Industriellen Cornelius Wilhelm von Heyl. Das Denkmal gilt als eines der wichtigsten Zeugnisse der Nibelungen-Begeisterung in Worms um 1900.

Ursprünglich stand die Statue im Stadtpark Bürgerweide, wurde aber 1932 an die Rheinpromenade versetzt – dorthin, wo die Geschichte vom versenkten Schatz am besten funktioniert: direkt am Wasser.

Wenn du vor Hagen stehst, merkst du schnell: Der Typ hat Ausstrahlung. Der Blick ist konzentriert, die Pose angespannt, der Schatz kurz davor, in den Fluss zu fliegen. Ein ideales Fotomotiv – und dein perfekter Übergang vom schweren Sagenstoff zum leichten Teemoment.

„Hier am Hagendenkmal ist Hagens Geheimnis noch gut verschlossen - in der Statue, im Rhein und vielleicht auch ein bisschen im eigenen Kopf. Spätestens zu Hause in der Teekanne darf er es dann verraten: als tiefgründige Tasse Hagens Geheimnis.“

Hagenbräu: Wenn Hagen plötzlich durstig macht

Nur ein paar Schritte vom Denkmal entfernt, ebenfalls an der Rheinpromenade, liegt das Hagenbräu – eine Gasthausbrauerei mit Biergarten, klassischer Küche und vollem Blick auf den Rhein.

Außenterrasse des Hagenbräues mit Blick auf den Rhein Richtung Hagendenkmal (Copyright: Hagenbräu Gasthaus Worms GmbH & Co. KG)

Die Außenterrasse vom Hagenbräu direkt am Rhein mit Blick Richtung Hagendenkmal (Bild mit freundlicher Bereitstellung vom Hagenbräu)

Allein wegen des Namens mussten wir es natürlich in unsere Hagentour aufnehmen: Das Hagenbräu steht hier stellvertretend für die „flüssige“ Seite von Hagen - während wir bei Nibelungentee mit „Hagens Geheimnis“ eher die Teevariante ins Spiel bringen. Entlang der wunderschönen Rheinpromenade reiht sich aber nicht nur das Hagenbräu aneinander: Mit dem italienischen Al Fiume, dem Alten Ruderhaus, dem historischen Pegelhäusje im Gelderhaus und natürlich Kolb’s Biergarten als ältestem Gasthaus der Stadt gibt es noch etliche weitere Einkehrmöglichkeiten, die Hagens Spuren in Worms kulinarisch perfekt ergänzen.

„Wer nach so viel Nibelungen-Drama Durst bekommt, kehrt in einem der vielen Gaststätten ein - und wer danach noch nicht genug von Hagen hat, nimmt sich Hagens Geheimnis als Teeschatz mit nach Hause.“

Hagens Netz: Wie er in Worms überall seine Finger im Spiel hat

Hagen ist in Worms nicht allein unterwegs. Die Stadt ist voller Nibelungen-Bezüge:

  • Am Dom St. Peter erinnert das Nordportal an den berühmten Rangstreit zwischen Brunhild und Kriemhild – eine Szene, ohne die Hagens spätere Tat kaum denkbar wäre.
  • Der Siegfriedstein auf der Südseite des Doms wird ebenfalls mit der Sage verknüpft.
  • Worms ist Ausgangspunkt der Nibelungenroute Richtung Lorsch und Ungarn und liegt an der Nibelungen-Siegfried-Straße, die als Ferienstraße den Spuren der Helden folgt.

„Hagen ist nur eine der vielen Figuren, die Worms zur Nibelungenstadt machen – aber er ist definitiv einer der spannendsten. Zwischen Hagenstraße, Hagendenkmal und Hagenbräu kannst du ihm in Worms an mehreren Ecken begegnen. Und mit Hagens Geheimnis landet er am Ende sogar in deiner Tasse.“

Hagens Geheimnis als Zeichnung vom Wormser Künstler Klaus KrierDie Zeichnung Hagens Geheimnis vom Wormser Künstler Klaus Krier

Hagens Geheimnis in der Tasse: Dein Schatz zum Mitnehmen

Der Nibelungenschatz ist bis heute verschwunden. Vielleicht ist das auch besser so - zu viel Gold hat noch selten für Ruhe gesorgt. Hagens Geheimnis dagegen ist ein Schatz, der sich gerne finden lässt: in deiner Teekanne. Ob du ihn nach einem Spaziergang an der Rheinpromenade genießt, beim Lesen der Nibelungensage oder einfach an einem ruhigen Abend - ein bisschen Wormser Sagenluft schwingt in jeder Tasse mit.“

Unser Geschäft liegt zwar nicht direkt auf der klassischen Hagen‑Route, aber wer mag, kann den Stadtrundgang wunderbar mit einem Besuch bei uns verbinden. „Hagens Geheimnis“ bekommst du außerdem in der Innenstadt im neuen Alles Inklusive‑Laden direkt am Obermarkt beim Dom‑Hotel - ideal, wenn du sowieso durch die City bummelst. Und wer mit dem Auto anreist oder abreist, kann sich den Tee ganz bequem im EDEKA Jakobi am Mittelochsenplatz mit in den Kofferraum legen.


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